Die Entscheidung – luzider Angsttraum

Luzider Angsttraum

Luzider Angsttraum – die Entscheidung 

Ein Luzider Traum (oder auch Klartraum) bedeutet, dass der Träumer während des Traums weiß, dass er träumt. In dem folgenden Traum geht es um eine zu fällende Entscheidung, der ich im Alltag immer wieder ausgewichen bin. Ich träumte: 

Stufe 1:  Ich befinde mich an einer Klippe, es sieht aus wie am Gran Canyon. Am Rande dieser Klippe steht ein verunfalltes Auto, was gottseidank noch nicht abgestürzt ist. Die Fahrertür ist offen, auf dem Fahrersitz sitzt eine Frau im weißen Kleid, die schreit und weint. Irgendetwas ist passiert, es scheint ein Unfall gewesen zu sein. Aber vom Gefühl scheint das nicht ganz stimmig zu sein. Ich will der Frau helfen, will mir aber erst einen Überblick verschaffen über die Gesamtsituation.  

Stufe 2: Ich gehe hinten um das Auto herum, aus der Beifahrertür steigt ein Mann. Er ist verletzt am linken Arm. Ich denke auch hier, ich muss ihm helfen, seinen Arm verbinden. Ich habe noch immer ein sehr merkwürdiges Gefühl von „hier stimmt was nicht“. Ich spiele mit dem Gedanken, dass dieser Beifahrer womöglich die Frau angegriffen hat und er eigentlich der Täter ist. Das Gefühl, dass es sich hier nicht um einen Unfall sondern um einen Tatort handelt, wird immer deutlicher in mir. Ich spüre Angst aufsteigen in mir. Ich verbinde dem Mann den Arm, auch er war nur ein Opfer. Dann drehe ich mich um und dort steht er: der Täter! Ein Mann, er ist völlig gelassen. Er trägt ein Stirnband, wie ein Pirat. Er hat einen riesigen Säbel wie ein Samurai. Mit diesem putzt er sich in einer Seelenruhe seine Fingernägel. Ich spüre eine totale Anspannung in mir, es ist diese besagte „Ruhe vor dem Sturm“. Ich sehe diesem Piraten in die Augen und sein Blick ist völlig emotionslos und leer. Als wäre ihm egal, ob er mich gleich tötet oder nicht. Eiskalt einfach. Ich merke, dass die Angst in mir immer stärker wird und ich beginne, Aufzuwachen… 

Aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung mit Träumen war mir beim Aufwachen sehr schnell klar, dass in diesem Angsttraum eine wichtige Botschaft für mich steckt. Und ich wollte es wissen! Ich wollte wissen, worum es hier geht! Und mit dieser Intention ließ ich mich wieder hinunter in den Traum gleiten… 

Stufe 3: Ich lande wieder an der gleichen Stelle im Traum, neben dem Auto an der Klippe. Ich sehe, dass die Frau auf dem Fahrersitz zwischenzeitlich getötet wurde. Mir ist klar, dass das dieser Pirat, dieser Täter gewesen sein muss. Ich drehe mich also um und er steht nun direkt vor mir. Ich habe sehr große Angst. Dennoch ringe ich mich durch, ihn zu fragen: „Wer bist du?“ Und er antwortet sofort: „Die Entscheidung!“ und in diesem Moment nimmt er seinen Säbel und teilt mich von oben nach unten in 2 Hälften. In dem Moment, wo er mich zerteilt, kommt in mir eine unglaubliche Ruhe und Zufriedenheit auf. Und – dieses Zerteilen (der Schnitt / die „Entscheidung“) tat mir überhaupt nicht weh.  

An dieser Stelle wache ich richtig auf, diesmal mit einem Lächeln und mit dieser inneren tiefen Zufriedenheit. Die Entscheidung ist gefällt. Was für eine unglaubliche Botschaft! Was für ein unglaubliches Geschenk!  

Immer noch zutiefst fasziniert von dieser Erfahrung ist mir einmal mehr bewußt geworden, welch unglaubliche Geschenke unsere Träume für uns bereit halten. Wenn wir bereit sind, hinzuschauen und uns auch den darin aufkommenden Ängsten zu widmen. Denn auch hier in diesem Traum ist die personifizierte Angst (der Pirat) lediglich ein Symbol für die Angst meinerseits gewesen, eine wichtige anstehende Entscheidung im Leben noch nicht getroffen zu haben.  

Meine Auswertung: 

Stufe 1 (Thema, um das es geht): Ich schaue im Traum auf ein Auto am Abgrund. Die Frau (als ein Anteil von mir als Träumerin) auf dem Fahrersitz trägt ein weißes Kleid, sie hat also nach Außen schon ein klares Auftreten. Ihr Auto ist verunfallt, d.h. es gab ein Hindernis auf ihrem (Lebens)weg, was jedoch nicht zum Absturz führte. Dennoch ist die Fahrerin angsterfüllt und schreit. Was jedoch macht ihr solche Angst? Geht es hier wirklich um einen Unfall? Ein Hindernis auf dem Lebensweg? Vom Gefühl im Traum, eher nicht. Auch wenn ich mich als Träumerin in dieser Situation unbehaglich fühle, will ich dieser Frau im weißen Kleid (also diesem verängstigten Anteil von mir) doch helfen.  

Stufe 2 (Verhalten des Träumers): Der männliche Beifahrer ist verletzt am linken Arm. Männliche Anteile im Traum stehen für einen aktiven Part, etwas ins Tun zu bringen. Doch diese Verletzung am linken Arm zeigt auf, dass das Tun in Zusammenhang mit dem Gefühl (linksseitiger Arm) etwas Schaden genommen hat. Welches Gefühl wurde hier verletzt?

Ich helfe auch diesem Mann, (diesem aktiven Part von mir als Träumerin), und versorge ihm die Wunde. Beides erscheint mir im Traum sehr wichtig zu sein: sowohl dieser Frau als auch diesem Mann zu helfen. Hier zeigt mir der Traum sehr gut auf, dass mir die eigene Selbstfürsorge bei erlittenen emotionalen Verletzungen und der Bewältigung auftauchender Hindernisse auf meinem Lebensweg von großer Bedeutung sind. Dennoch habe ich als Träumerin auch das Gefühl, dass sowohl der Mann als auch die Frau Opfer geworden sind und ich mich hier an einem Tatort befinde und nicht an einem Unfallort. Ein Tatort ist für mich etwas, was bewußt initiiert wurde und nicht zufällig passierte, wie ein Unfall. Doch von wem wurden diese beiden Opfer?

Der Täter ist ein Pirat. Ein Pirat steht für mich im Grunde für einen Abenteurer, der jedoch auch andere Menschen bestiehlt. Ein „zweischneidiger“ Typ. Das Abenteuerliche ist für mich einerseits faszinierend, das Bestehlen guter Menschen jedoch eine sehr unschöne Seite. Für mich paßt das einfach nicht zusammen, eine völlige Ambivalenz. Ich stehe vor diesem Piraten und kann ihn überhaupt nicht einschätzen, welche Seite er (von mir) darstellt. Die gute, faszinierende, abenteuerliche Seite oder die böse, stehlende, mordende. Diese starke Ambivalenz lässt mich regelrecht handlungsunfähig werden. Ich stehe wie erstarrt vor ihm und bin unfähig, etwas zu tun. Ich weiß nicht, für welche Seite ich mich entscheiden soll. Für das, was mich fasziniert? Oder lasse ich lieber etwas Sterben?

Stufe 3 (Lösung): Zurück im Traum stelle ich mich meiner Angst. Dieser Angst, die durch diesen Piraten (eine starke Ambivalenz bei der anstehenden Entscheidung) symbolisiert wird. Ich sehe, die Frau auf dem Fahrersitz ist bereits getötet. Diese Frau im weißen Kleid, die ein Symbol meiner Angst war und diese sogar laut herausgeschrien hatte.

Durch die aktive Konfrontation mit meiner Angst (mit der Furcht in mir, eine Entscheidung zu treffen) wurde diese letztendlich getroffen. Der Pirat hat im Traum diese fehlende Entscheidung gefällt und damit die Ambivalenz in mir aufgelöst.  

Zu dieser Zeit meines Lebens ging es tatsächlich um eine fällige Entscheidung, die ich zu treffen hatte. Und zwar mit vollem Herzen und nicht nur oberflächlich. Der Pirat (als ein Anteil meiner Selbst zu sehen) hat im Traum diese Entscheidung vollzogen, die ich im Alltag nicht in der Lage war, zu fällen. Und genau das hat sich letztendlich auch direkt in mein Leben übertragen.

Ab diesem Zeitpunkt des Traums richtete sich mein Handeln und meine Ausrichtung im Alltag tatsächlich neu aus, und zwar mühelos und mit einer neuen, inneren klaren Ausrichtung meinerseits.

Für mich ist das ein sehr deutliches Beispiel dafür, wie Träume auf unser Leben wirken können. Wir können selbst Lösungen im Traum schaffen, die uns dann im Wachbewusstsein begleiten.  

Dein Traum und deine Traumerlebnisse wirken demnach eindeutig auf deine Realität und beeinflussen diese!  

Wenn du also lernst, deine eigenen Träume zu steuern und in diese Richtung zu lenken, die du willst, dann veränderst du damit auch deine Realität, dein Leben.  

Du veränderst nicht nur dein Leben, du erschaffst dir dein Leben!

 

Möchtest auch du die Botschaften deiner Träume entschlüsseln? Bist du bereit, die Schätze aus deinem Inneren zu heben und für deine Lebensgestaltung zu nutzen? Gerne kannst du hier Kontakt mit mir aufnehmen oder direkt ein kostenfreies Klarheitsgespräch buchen.

 

 

 

 

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?

Du willst regelmäßig traumhafte News?

Möchtest du zu den Themen Intuition, Traumarbeit und Persönlichkeitsentwicklung regelmäßig weitere Informationen? Du willst up to date sein, wann es mein nächstes Seminar gibt oder andere Angebote von mir? Du kannst dich gern kostenfrei in den Newsletter eintragen und erklärst dich dann damit einverstanden, dass ich dir regelmäßig Emails zusenden darf. Du kannst dich jederzeit wieder austragen! Vielen Dank!

Deine Daten werden von mir nicht weitergegeben! Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.